Manche Verbindungen halten ein Leben lang.
So ist es auch bei David Bolles, der 1958 seinen Abschluss auf Scharfenberg machte und unserer Schulfarm bis heute tief verbunden geblieben ist.
David kam damals aus den USA nach Berlin und erlebte auf Scharfenberg eine außergewöhnliche Zeit. Dank eines individuellen Förderprogramms von Dr. Pewesin lernte er nicht nur intensiv Deutsch, sondern fand auf der Insel auch eine zweite Familie. Besonders die Familie Pewesin prägte ihn nachhaltig. Rückblickend beschreibt David Scharfenberg als seine „Alma Mater“ und Dr. Pewesin sogar liebevoll als seinen „Alma Pater“.
In seinen Erinnerungen erzählt David von intensiven Deutschstunden, vom Alltag auf der Insel, vom Ausmisten von Kuh- und Schweineställen – und von kulturellen Sonntagsveranstaltungen, die ihn tief beeindruckten. Musik, Literatur, Kunst und Geschichte wurden dort auf besondere Weise miteinander verbunden. Für David war das ein echtes „Aha-Erlebnis“, das ihn bis heute begleitet.
Besonders bewegt hat uns auch seine Erinnerung an den Besuch seiner Eltern im Herbst 1957. Seine Familie unterstützte Schulen stets mit großer Offenheit und Herzlichkeit. Auf die Frage, was Scharfenberg damals benötigte, antwortete Dr. Pewesin: eine Musiktruhe für den neuen Musikraum. Diese wurde schließlich gespendet und half dabei, einen Ort für kulturellen Austausch und gemeinsames Lernen zu schaffen.
Heute lebt David wieder in den USA und unterstützt unseren Verein viele Jahrzehnte nach seiner Schulzeit erneut mit einer großzügigen Spende. Damit zeigt er, dass die besondere Atmosphäre und die Werte Scharfenbergs Menschen ein Leben lang begleiten können.
Lieber David, wir danken dir von Herzen für deine Unterstützung, deine Erinnerungen und deine Verbundenheit mit Scharfenberg.
Es bedeutet uns sehr viel, dass ein Teil dieser Geschichte bis heute weiterlebt.

